© Oliver Tursic 2018
“Ein Maler des Expressiven Realismus”

WERK

Graphikmappen/Kinderbücher

Zusätzlich    zu    den    Einzelblättern    sind    eine    Vielzahl    von    Buchillustrationen    und Mappenwerken   entstanden.   Wichtige   Werkgruppen   im   Bereich   der   Graphikfolgen sind   auch   die   Bewältigung   seiner   Kriegserlebnisse   und   die   Griechische   Mythologie sowie literarische Themen. 1924    entsteht    die    erste    Graphikfolge    mit    Lithographien    zu    Eduard    Reinachers "Runolds   Ahnen",   danach   folgen   Illustrationen   zu   Ernst   Tollers   "Hinkeman".   1928 illustriert     Franz     Frank     das     "Kommunistische     Manifest"     und     1929     mit     dem "Bauernzorn"   eine   weitere   Mappe   zu   Arbeiten   von   Eduard   Reinacher.   Es   folgt   die Ballade    "Johann    Hübner",    die    ebenfalls    aus    der    Feder    von    Eduard    Reinacher stammt. 1938     macht     sich     Franz     Frank     an     die     Arbeit     der     "Ilias-Mappe".     Die     10 Steinzeichnungen   gehören   mit   der   Mappe   "Träume   und   Wirklichkeiten",   die   er 1947   zur   Verarbeitung   seiner   Kriegserlebnisse   geschaffen   hat,   zum   Besten,   was Franz   Frank   im   graphischen   Bereich   geschaffen   hat.   Es   folgen   Anfang   der   Sechziger Jahre   die   Mappe   "Mären   und   Träume"   sowie   1964   "Odysseus".   Im   Jahr   1965   schafft Franz   Frank   sechs   Lithographien   zu   Shakespeares   "Hamlet".   Da   den   Mappen   kein Verkaufserfolg      vergönnt      ist,      entstehen      danach      keine      druckgraphischen Mappenwerke   mehr.   Literarische   Werke   werden   von   nun   an   nur   noch   in   Tusche ausgeführt.  Die   Kinderbücher   bilden   in   Franks   Reihe   der   Druckgraphik   ein   ganz   besonderes liebenswertes       Kapitel.       Es       beginnt       mit       dem       1931       veröffentlichten "Lumpengesindel",   wird   mit   dem   Bilderbuch   "Kater   Jaule"   fortgesetzt   und   endet 1937      mit      dem      Buch      "Die      Hofkirchweih".      Dazwischen      entstehen      noch Steinzeichnungen zum Buch "Malli die Gärtnerin". Auch   die   Mappen   und   Bücher   sind   nur   in   geringer   Auflage   erschienen.   Obwohl   sie an   Rang   und   Klasse   den   Vergleich   mit   Graphikfolgen   der   bekannten   Künstler,   wie Kokoschka,   Slevogt   usw.   nicht   zu   scheuen   brauchen,   sind   auch   ihnen   zu   Lebzeiten des Künstlers kein Verkaufserfolg beschieden. Aber   gerade   die   geringen   Auflagen   von   maximal   50   Abzügen,   manche   sind   nur   in einer   Auflage   von   wenigen   Einzeldrucken   entstanden,   machen   die   Druckgraphik von Franz Frank inzwischen bei Kunstliebhabern zu begehrten Sammlerobjekten.